Im ersten Monat der laufenden Sommersaison 2009 verzeichnete der österreichische Tourismus mit 6,27 Mio. Gästenächtigungen einen Rückgang von 11,8 Prozent. "41,6 Prozent der Übernachtungen entfielen auf unsere inländischen Gäste. Das moderate Minus von 1,9 Prozent zeigt nach wie vor von einer besonderen Gästetreue gerade in einer wirtschaftlich angespannten Zeit", kommentiert Hans Schenner, Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft (WKÖ), die heute, Dienstag, von der Statistik Austria präsentierten Zahlen. Gleichzeitig sei der Rückgang der ausländischen Gästenächtigungen (minus 17,7 Prozent) und insbesondere unserer deutschen Gäste (minus 22 Prozent) kein Grund zur Freude.
"Dennoch dürfen wir nicht Äpfel mit Birnen vergleichen", fordert Schenner. "Das Wetter spielt zurzeit nicht mit und im Mai 2008 hatten wir aufgrund der Feiertage einen Jahrtausend-Mai mit 7,1 Millionen Nächtigungen. Das sich das in Zeiten der Wirtschaftskrise schwer toppen lässt, ist klar. Der vergleichbare Mai zum diesjährigen Mai betreffend Wetter und Feiertage war 2006. Damals hatten wir 5,8 Millionen Nächtigungen. Und wir liegen auch noch über dem Mai 2007 mit 6,1 Millionen Nächtigungen. Wir bewegen uns also trotz schwachem Sommerstart nach wie vor auf hohem Niveau. Ich halte es deshalb für problematisch, wenn nun kommuniziert wird, dass der Markt einbricht,wenn hier undifferenziert Zahlen verglichen werden", so Schenner.
Die Österreich Werbung und die Bundesländer investieren gemeinsamüber 100 Millionen Euro pro Jahr in die Tourismuswerbung. Schenner abschließend: "An der Werbung liegt es nicht, hier wird viel gemacht! Aber das Wetter kann man sich nicht kaufen, das ist halt so!"
Mittwoch, 1. Juli 2009
Mittwoch, 17. Juni 2009
Gäste wollen Urlaub in Österreich, müssen aber sparen
Buchungen deutlich unter Vorjahresniveau, nur 42 % derÖsterreicher und Deutschen von Krise unbeeindruckt. Die ÖHV befragte in Kooperation mit Karmasin Motivforschung und Deloitte Gäste und Hoteliers über ihre Pläne und Erwartungen. Fazit: Urlaub in Österreich ist schön und nah, gespart wird trotzdem. Buchungen, Nebenausgaben, Veranstaltungen undInvestitionen sind stark rückläufig.
"Der Ausblick auf die kommenden Monate ist ernüchternd, aber nicht hoffnungslos." So fasst Peter Peer, Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) die Ergebnisse zweier quantitativer Umfragen zusammen. Karmasin Motivforschung befragte im Auftrag der ÖHV jeweils 300 Gäste aus Österreich und Deutschland, den mit zwei Drittel der Nächtigungen vom Vorjahr wichtigsten Märkten für Österreichs Tourismusbetriebe. Parallel dazu befragte die ÖHV in Zusammenarbeit mit Deloitte die 3-, 4- und 5-Sterne-Hotellerie. Mehr als 500 Betriebe antworteten.
Österreicher und Deutsche urlauben trotzdem - aber es wird gespart. Österreich besticht mit schöner Natur und Gastfreundschaft, Nähe und gutem Preis-Leistungsverhältnis, das umfangreiche Freizeitangebot wird ebenso geschätzt wie gutes Essen, Wellness-Einrichtungen und Sauberkeit. Geurlaubt wird trotz Krise, gespart werden soll dennoch, wie die umfassende Gästebefragung zeigt. Der Buchungsstand liegt deutlich unter dem des Vorjahrs, wie eine detaillierte Befragung der österreichischen Stadt- und Ferienhotellerie zeigt. "Nachdem die Stadthotellerie schon seit Monaten Einbußen bei Nächtigungen und Umsatz verzeichnet, ist der gute Winter jetzt auch für die Ferienhotellerie Geschichte. Starke Rückgänge bei den Buchungen sind Realität", erklärt Peer. Im Zentrum einer breit angelegten Werbe-Offensive sollten das gute Preis-Leistungs-Verhältnis und die kurze Anreise, aber auch die schöne Natur, die Gastfreundlichkeit und das umfangreiche Freizeitangebot stehen, so das Fazit von Karmasin Motivforschung.
Nur 42 % bleiben von Krise unbeeindruckt. Eine Folge der Krise ist nicht zu übersehen: Die Gäste werden preisbewusster: Nur 42 % der Befragten geben an, dass die Krise sich auf ihre Einstellung zum Urlaub auswirkt. 18 % der Österreicher und 22 % der Deutschen wollen Urlaube kürzen oder streichen. Wenn gespart wird, dann vor allem bei der Unterkunft, wie 48 % der Deutschen angeben, oder beim Fortgehen am Abend (41 %).
Peer: Werbeoffensive für Österreich, Unterstützung für Marketingausgaben. Bestätigt werden die Ergebnisse der Karmasin-Umfrage durch diezeitgleich durchgeführte Befragung der Hoteliers. 72 % verzeichnen großteils deutliche Rückgänge bei den Buchungen, 73 % bei den Umsätzen. 50 % sehen ihre Position in Preisverhandlungen geschwächt."Wie stark wir unter das Vorjahresergebnis fallen, wird von der Bewerbung Österreichs abhängen", so Peer. Österreich könnte von kurzfristigen Buchungen profitieren: "Allerdings sollte der Staat einen aktiven Beitrag zur Entscheidungsfindung leisten - das geht nur mit massiver Präsenz. Der Verweis auf den vergangenen Winter wird da nicht reichen." In der Branche selbst werden die Marketingausgaben in 90 % der Betriebe zumindest nicht reduziert, ein Viertel erhöht sie sogar: "Das ist so wichtig, dass betriebliche Qualifizierungsmaßnahmen im Marketing gefördert werden sollten", soPeer.
Hotellerie bei Investitionen und Mitarbeitern auf der Bremse. Die derzeitige Buchungslage wirkt sich massiv auf die Investitionstätigkeit aus: 45 % der Hoteliers rücken von bereitsgeplanten Investitionen ab. 67 % müssen beim Einkauf sparen, 46 % beiden Mitarbeitern: "Jeder dritte Hotelier gibt an, Mitarbeiter abbauen zu müssen. Wenn der Urlauberstrom nicht bald wieder anspringt, ist mit einer weiteren Steigerung zu rechnen. 10 Mio. Euro mehr für dieBewerbung Österreichs wären da gut investiert", verweist Peer auf jene 30 Mio. Euro, die für die Sanierung von drei EM-Stadien reserviert sind, obwohl außer Innsbruck kein Stadion umgebaut werden soll. "Dieses Geld sollte in die Bewerbung Österreichs fließen, wenn es dafür nicht gebraucht wird."
Stadthotellerie stark unter Druck. Speziell die Stadthotellerie gerät infolge sinkender Auslastung unter Druck. Zusätzlich zu den Rückgängen bei Urlaubernächtigungen kommen deutlich weniger Geschäftsreisende. Deutsche, so das Ergebnis der Karmasin-Studie, sind öfter auf Geschäftsreisen und von Sparmaßnahmen überproportional betroffen. Sowohl Buchungsstand als auch Preisdurchsetzung und Umsatzerwartungen liegen in der Stadthotellerie deutlich unter der Ferienhotellerie. 67 % derStadthotels verzeichnen außerdem großteils zweistellige Rückgänge bei Veranstaltungen im Hotel, 35 % bei Cateringaufträgen. 62 % der Stadthotels verzeichnen Rückgänge bei den Nebenausgaben, die Hälfte davon im zweistelligen Prozentbereich.
Arbeitsplätze retten. "Während die Industrie mit der Kurzarbeit eine Möglichkeit gefunden hat, ihre Mitarbeiterkosten zu adaptieren, ist dieses Modell für die Hotellerie kein probates Mittel. Mittlerweile sind alle Urlaube und Überstunden abgebaut. Die Betriebe sehen keine Möglichkeit mehr, unproduktive Fixkosten zu senken. Eine Verlängerung der Durchrechnungszeiträume von derzeit 13 Wochen auf mindestens sechs Monate wäre eine Lösung - aber die bräuchten wir rasch, bevor weitere Schritte gesetzt werden", so Peer. Gleichzeitig schlägt er vor, in dieser speziellen Situation noch einmal über den attraktiven wie zukunftsträchtigen Hightech-Lehrberuf Rezeptionist nachzudenken:"Das wäre ein gutes und richtiges Signal an die Jugend und eine Chance für die Hotellerie", so Peer.
Vier Impulse für Österreichs Tourismus. Die ÖHV schlägt daher ein vier Schwerpunkte umfassendes Impulsprogramm für Österreichs Tourismus vor:
"Der Ausblick auf die kommenden Monate ist ernüchternd, aber nicht hoffnungslos." So fasst Peter Peer, Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) die Ergebnisse zweier quantitativer Umfragen zusammen. Karmasin Motivforschung befragte im Auftrag der ÖHV jeweils 300 Gäste aus Österreich und Deutschland, den mit zwei Drittel der Nächtigungen vom Vorjahr wichtigsten Märkten für Österreichs Tourismusbetriebe. Parallel dazu befragte die ÖHV in Zusammenarbeit mit Deloitte die 3-, 4- und 5-Sterne-Hotellerie. Mehr als 500 Betriebe antworteten.
Österreicher und Deutsche urlauben trotzdem - aber es wird gespart. Österreich besticht mit schöner Natur und Gastfreundschaft, Nähe und gutem Preis-Leistungsverhältnis, das umfangreiche Freizeitangebot wird ebenso geschätzt wie gutes Essen, Wellness-Einrichtungen und Sauberkeit. Geurlaubt wird trotz Krise, gespart werden soll dennoch, wie die umfassende Gästebefragung zeigt. Der Buchungsstand liegt deutlich unter dem des Vorjahrs, wie eine detaillierte Befragung der österreichischen Stadt- und Ferienhotellerie zeigt. "Nachdem die Stadthotellerie schon seit Monaten Einbußen bei Nächtigungen und Umsatz verzeichnet, ist der gute Winter jetzt auch für die Ferienhotellerie Geschichte. Starke Rückgänge bei den Buchungen sind Realität", erklärt Peer. Im Zentrum einer breit angelegten Werbe-Offensive sollten das gute Preis-Leistungs-Verhältnis und die kurze Anreise, aber auch die schöne Natur, die Gastfreundlichkeit und das umfangreiche Freizeitangebot stehen, so das Fazit von Karmasin Motivforschung.
Nur 42 % bleiben von Krise unbeeindruckt. Eine Folge der Krise ist nicht zu übersehen: Die Gäste werden preisbewusster: Nur 42 % der Befragten geben an, dass die Krise sich auf ihre Einstellung zum Urlaub auswirkt. 18 % der Österreicher und 22 % der Deutschen wollen Urlaube kürzen oder streichen. Wenn gespart wird, dann vor allem bei der Unterkunft, wie 48 % der Deutschen angeben, oder beim Fortgehen am Abend (41 %).
Peer: Werbeoffensive für Österreich, Unterstützung für Marketingausgaben. Bestätigt werden die Ergebnisse der Karmasin-Umfrage durch diezeitgleich durchgeführte Befragung der Hoteliers. 72 % verzeichnen großteils deutliche Rückgänge bei den Buchungen, 73 % bei den Umsätzen. 50 % sehen ihre Position in Preisverhandlungen geschwächt."Wie stark wir unter das Vorjahresergebnis fallen, wird von der Bewerbung Österreichs abhängen", so Peer. Österreich könnte von kurzfristigen Buchungen profitieren: "Allerdings sollte der Staat einen aktiven Beitrag zur Entscheidungsfindung leisten - das geht nur mit massiver Präsenz. Der Verweis auf den vergangenen Winter wird da nicht reichen." In der Branche selbst werden die Marketingausgaben in 90 % der Betriebe zumindest nicht reduziert, ein Viertel erhöht sie sogar: "Das ist so wichtig, dass betriebliche Qualifizierungsmaßnahmen im Marketing gefördert werden sollten", soPeer.
Hotellerie bei Investitionen und Mitarbeitern auf der Bremse. Die derzeitige Buchungslage wirkt sich massiv auf die Investitionstätigkeit aus: 45 % der Hoteliers rücken von bereitsgeplanten Investitionen ab. 67 % müssen beim Einkauf sparen, 46 % beiden Mitarbeitern: "Jeder dritte Hotelier gibt an, Mitarbeiter abbauen zu müssen. Wenn der Urlauberstrom nicht bald wieder anspringt, ist mit einer weiteren Steigerung zu rechnen. 10 Mio. Euro mehr für dieBewerbung Österreichs wären da gut investiert", verweist Peer auf jene 30 Mio. Euro, die für die Sanierung von drei EM-Stadien reserviert sind, obwohl außer Innsbruck kein Stadion umgebaut werden soll. "Dieses Geld sollte in die Bewerbung Österreichs fließen, wenn es dafür nicht gebraucht wird."
Stadthotellerie stark unter Druck. Speziell die Stadthotellerie gerät infolge sinkender Auslastung unter Druck. Zusätzlich zu den Rückgängen bei Urlaubernächtigungen kommen deutlich weniger Geschäftsreisende. Deutsche, so das Ergebnis der Karmasin-Studie, sind öfter auf Geschäftsreisen und von Sparmaßnahmen überproportional betroffen. Sowohl Buchungsstand als auch Preisdurchsetzung und Umsatzerwartungen liegen in der Stadthotellerie deutlich unter der Ferienhotellerie. 67 % derStadthotels verzeichnen außerdem großteils zweistellige Rückgänge bei Veranstaltungen im Hotel, 35 % bei Cateringaufträgen. 62 % der Stadthotels verzeichnen Rückgänge bei den Nebenausgaben, die Hälfte davon im zweistelligen Prozentbereich.
Arbeitsplätze retten. "Während die Industrie mit der Kurzarbeit eine Möglichkeit gefunden hat, ihre Mitarbeiterkosten zu adaptieren, ist dieses Modell für die Hotellerie kein probates Mittel. Mittlerweile sind alle Urlaube und Überstunden abgebaut. Die Betriebe sehen keine Möglichkeit mehr, unproduktive Fixkosten zu senken. Eine Verlängerung der Durchrechnungszeiträume von derzeit 13 Wochen auf mindestens sechs Monate wäre eine Lösung - aber die bräuchten wir rasch, bevor weitere Schritte gesetzt werden", so Peer. Gleichzeitig schlägt er vor, in dieser speziellen Situation noch einmal über den attraktiven wie zukunftsträchtigen Hightech-Lehrberuf Rezeptionist nachzudenken:"Das wäre ein gutes und richtiges Signal an die Jugend und eine Chance für die Hotellerie", so Peer.
Vier Impulse für Österreichs Tourismus. Die ÖHV schlägt daher ein vier Schwerpunkte umfassendes Impulsprogramm für Österreichs Tourismus vor:
- Die Erhöhung des ÖW-Budgets um 10 Mio. Euro pro Jahr - Unterstützung für betriebliche Qualifizierung im Onlinemarketing (Bewertungsplattformen)
- Einheitliche Durchrechnungszeiträume von zumindest 6 Monaten - Schaffung des Lehrberufs RezeptionistIn
Mittwoch, 20. Mai 2009
Online Reiseinfos einholt...!
Websites von Reisezielen/-regionen sind (neben Unterkunftswebsites) die derzeit beliebtesten Online-Reiseinfoquellen der Deutschen: nahezu jeder, der sich online informiert, nutzt dafür diesen Websitetyp.
Destinationswebsites haben zudem deutlichen Einfluss auf die Wahl des Reiseziels: Sie dienen als Orientierungshilfe, welche Reiseziele überhaupt in Frage kommen, werden zur Reiseentscheidung und auch zur konkreten Urlaubsvorbereitung genutzt. Destinationswebsites müssen also das Bedürfnis nach optimierter Infobereitstellung und die Lust auf Urlaub gleichermaßen bedienen. Mit letzterem sind die Deutschen aber noch nicht ganz zufrieden: Nur 60% der Nutzer von Destinationswebsites sind der Meinung, dass diese Lust auf Urlaub machen. Dafür überzeugen sie mit „Überblick“ und „Nützlichkeit“. Schlecht schneiden Destinationswebsites hinsichtlich Glaubwürdigigkeit und Unabhängigkeit ab.
Großen Anklang finden Web 2.0-Anwendungen und hier vor allem der Gästeaustausch: Bewertungen und Tipps anderer Gäste stoßen bei 80% der Nutzer von Reisezielwebsites auf Interesse. Destinationswebsites sollen aus Sicht der Deutschen aber nicht nur das Infobedürfnis stillen, auch die Nachfrage nach Buchungsmöglichkeiten steigt.
Destinationswebsites haben zudem deutlichen Einfluss auf die Wahl des Reiseziels: Sie dienen als Orientierungshilfe, welche Reiseziele überhaupt in Frage kommen, werden zur Reiseentscheidung und auch zur konkreten Urlaubsvorbereitung genutzt. Destinationswebsites müssen also das Bedürfnis nach optimierter Infobereitstellung und die Lust auf Urlaub gleichermaßen bedienen. Mit letzterem sind die Deutschen aber noch nicht ganz zufrieden: Nur 60% der Nutzer von Destinationswebsites sind der Meinung, dass diese Lust auf Urlaub machen. Dafür überzeugen sie mit „Überblick“ und „Nützlichkeit“. Schlecht schneiden Destinationswebsites hinsichtlich Glaubwürdigigkeit und Unabhängigkeit ab.
Großen Anklang finden Web 2.0-Anwendungen und hier vor allem der Gästeaustausch: Bewertungen und Tipps anderer Gäste stoßen bei 80% der Nutzer von Reisezielwebsites auf Interesse. Destinationswebsites sollen aus Sicht der Deutschen aber nicht nur das Infobedürfnis stillen, auch die Nachfrage nach Buchungsmöglichkeiten steigt.
Dienstag, 21. April 2009
Hotelbewertungen im Internet - Frühstück gut, alles gut?
hotel.de veröffentlicht erstmals eine "Hitliste" der aus Gästesicht wichtigsten Aspekte für gute Hotelnoten. Dabei steht die Frühstücksqualität deutlich vor der Servicefreundlichkeit, der Zimmergröße oder den Parkgebühren auf Platz eins der meist genannten Kriterien.
Noch vor wenigen Jahren war ein vereinsamter Kummerkasten für Übernachtungsgäste die gängige und oft einzige diskrete Möglichkeit, ihren Unmut über Missstände im auserwählten Hotel zum Ausdruck zu bringen. Kein Gast konnte sich sicher sein, dass sein Beschwerdezettel je gelesen, geschweige denn eine Besserung des reklamierten Umstandes veranlasst würde. Aber das ist längst Vergangenheit: Das Internet hat das "Beschwerdewesen" in der Hotellerie revolutioniert. Heute schreiben viele Hotelgäste ihren Erfahrungsbericht online und Buchungsportale veröffentlichen diesen auf ihrer Website im Internet.
hotel.de publiziert dabei die Meinungen seiner Buchungskunden nicht nur in Form einer standardisierten Notenskala, sondern auch die von den Hotelgästen selbst formulierten Kommentare. "Diese bringen die Begebenheiten vor Ort - gleich ob positiv oder negativ - deutlich detaillierter an den Tag", so Timo Vavrinec, Leiter Unternehmenskommunikation der hotel.de AG. "Wir haben die Gästekommentare aus unseren mittlerweile rund eine Million Hotelbewertungen untersucht und nennen nun erstmals die aus Gästesicht zehn wichtigsten Aspekte für gute Hotelnoten. Dass die im Hotel angebotene Preis-Leistungs-Qualität in Sachen Frühstück häufigstes Thema ist, ist ein deutlicher Beweis für des Gastes ‚wichtigstes Kind‘, der gute Start in den Tag. Hoteliers, die das beherzigen, haben beim Kunden schon mal einen Stein im Brett."
Die "Top-10"- Kriterien sind:
1. Frühstück: Frühstück, das in Qualität und Reichhaltigkeit den oft recht hohen Preis rechtfertigt. Ausreichende Auswahl. Zügiges Auffüllen und Eindecken für neue Gäste.
2. Service/Freundlichkeit: Weniger die ausländischen Gäste nennen diesen Punkt. Mehrheitlich sind es die inländischen Übernachtungsgäste, die einen hohen Dienstleistungsgrad fordern.
3. Parken: Angemessene Parkplatz- oder Tiefgaragen-Gebühren, Richtigkeit der Angaben der Hoteliers in den Internet-Präsentationen in Bezug auf Preis und Verfügbarkeit.
4. Lärm: Weniger die zentrale Lage mit entsprechender Verkehrsbelastung an sich ist relevant, als vielmehr die Hellhörigkeit des Zimmers und die Schallisolierung der Fenster.
5. Zimmergröße: Ausreichend große Zimmer und Bäder sind insbesondere für nordamerikanische Gäste wichtig.
6. Internet/WLAN: Internet- und WLAN-Verfügbarkeit sowie angemessene Gebühren für die Nutzung.
7. Sauberkeit: Saubere Zimmer, insbesondere Bäder.
8. Komfort: Komfortable Matratzen. Zeitgemäßes Interieur.
9. Nichtraucher/Raucher: Klare Trennung zwischen Rauchern und Nichtrauchern (Rauchgeruch auf Nichtraucher-Etagen). Wurde Nichtraucher-Zimmer gewünscht, muss es auch verfügbar sein.
10. Sterne-Kategorie: Hotels müssen vom Gesamteindruck her zur ausgewiesenen Sterne-Kategorie passen. Dies hat relativ hohen Einfluss auf das Preis-Leistungs-Empfinden der Hotelgäste.
Timo Vavrinec fährt fort: "Besonders in Krisenzeiten achten Reisende darauf, was sie für ihr Geld bekommen. Erfahrungen zeigen, dass potenzielle Gäste hier besonders auf den Eindruck anderer Reisender vertrauen. Bei hotel.de können deshalb nur tatsächliche Übernachtungsgäste bewerten. Zudem nimmt die Benotung eines Hotels Einfluss auf die Listung bei hotel.de. Die Bewertungskommentare stellen also insbesondere für die Hoteliers eine Chance für Verbesserungen und mehr Umsatz dar. Wir fordern die Hoteliers im Sinne des Qualitätsmanagements regelmäßig auf, ‚ihre‘ Hotelbewertungen pro-aktiv einzusehen, um so einen ungefilterten Eindruck von der Zufriedenheit ihrer Gäste zu erhalten. Im Sinne des direkten Kundenfeedbacks sind Hotelbewertungen somit eine Chance für beide Seiten."
Noch vor wenigen Jahren war ein vereinsamter Kummerkasten für Übernachtungsgäste die gängige und oft einzige diskrete Möglichkeit, ihren Unmut über Missstände im auserwählten Hotel zum Ausdruck zu bringen. Kein Gast konnte sich sicher sein, dass sein Beschwerdezettel je gelesen, geschweige denn eine Besserung des reklamierten Umstandes veranlasst würde. Aber das ist längst Vergangenheit: Das Internet hat das "Beschwerdewesen" in der Hotellerie revolutioniert. Heute schreiben viele Hotelgäste ihren Erfahrungsbericht online und Buchungsportale veröffentlichen diesen auf ihrer Website im Internet.
hotel.de publiziert dabei die Meinungen seiner Buchungskunden nicht nur in Form einer standardisierten Notenskala, sondern auch die von den Hotelgästen selbst formulierten Kommentare. "Diese bringen die Begebenheiten vor Ort - gleich ob positiv oder negativ - deutlich detaillierter an den Tag", so Timo Vavrinec, Leiter Unternehmenskommunikation der hotel.de AG. "Wir haben die Gästekommentare aus unseren mittlerweile rund eine Million Hotelbewertungen untersucht und nennen nun erstmals die aus Gästesicht zehn wichtigsten Aspekte für gute Hotelnoten. Dass die im Hotel angebotene Preis-Leistungs-Qualität in Sachen Frühstück häufigstes Thema ist, ist ein deutlicher Beweis für des Gastes ‚wichtigstes Kind‘, der gute Start in den Tag. Hoteliers, die das beherzigen, haben beim Kunden schon mal einen Stein im Brett."
Die "Top-10"- Kriterien sind:
1. Frühstück: Frühstück, das in Qualität und Reichhaltigkeit den oft recht hohen Preis rechtfertigt. Ausreichende Auswahl. Zügiges Auffüllen und Eindecken für neue Gäste.
2. Service/Freundlichkeit: Weniger die ausländischen Gäste nennen diesen Punkt. Mehrheitlich sind es die inländischen Übernachtungsgäste, die einen hohen Dienstleistungsgrad fordern.
3. Parken: Angemessene Parkplatz- oder Tiefgaragen-Gebühren, Richtigkeit der Angaben der Hoteliers in den Internet-Präsentationen in Bezug auf Preis und Verfügbarkeit.
4. Lärm: Weniger die zentrale Lage mit entsprechender Verkehrsbelastung an sich ist relevant, als vielmehr die Hellhörigkeit des Zimmers und die Schallisolierung der Fenster.
5. Zimmergröße: Ausreichend große Zimmer und Bäder sind insbesondere für nordamerikanische Gäste wichtig.
6. Internet/WLAN: Internet- und WLAN-Verfügbarkeit sowie angemessene Gebühren für die Nutzung.
7. Sauberkeit: Saubere Zimmer, insbesondere Bäder.
8. Komfort: Komfortable Matratzen. Zeitgemäßes Interieur.
9. Nichtraucher/Raucher: Klare Trennung zwischen Rauchern und Nichtrauchern (Rauchgeruch auf Nichtraucher-Etagen). Wurde Nichtraucher-Zimmer gewünscht, muss es auch verfügbar sein.
10. Sterne-Kategorie: Hotels müssen vom Gesamteindruck her zur ausgewiesenen Sterne-Kategorie passen. Dies hat relativ hohen Einfluss auf das Preis-Leistungs-Empfinden der Hotelgäste.
Timo Vavrinec fährt fort: "Besonders in Krisenzeiten achten Reisende darauf, was sie für ihr Geld bekommen. Erfahrungen zeigen, dass potenzielle Gäste hier besonders auf den Eindruck anderer Reisender vertrauen. Bei hotel.de können deshalb nur tatsächliche Übernachtungsgäste bewerten. Zudem nimmt die Benotung eines Hotels Einfluss auf die Listung bei hotel.de. Die Bewertungskommentare stellen also insbesondere für die Hoteliers eine Chance für Verbesserungen und mehr Umsatz dar. Wir fordern die Hoteliers im Sinne des Qualitätsmanagements regelmäßig auf, ‚ihre‘ Hotelbewertungen pro-aktiv einzusehen, um so einen ungefilterten Eindruck von der Zufriedenheit ihrer Gäste zu erhalten. Im Sinne des direkten Kundenfeedbacks sind Hotelbewertungen somit eine Chance für beide Seiten."
Dienstag, 7. April 2009
Buchungen meist direkt, anstatt über ein Reisebüro
Unternehmen in Österreich buchen ihre Hotels für Geschäftsreisen hauptsächlich direkt. Am beliebtesten ist der Buchungsweg über Email oder Fax, gefolgt von Online-Hotelportalen oder einem Telefonanruf im Hotel. Buchungen über ein Reisebüro, über ein Self Booking Tool oder ein Terminal eines Global Distribution Systems (GDS) seien dagegen in der Minderheit. Das ist das zentrale Ergebnis der Studie von Marlene Pichler von der Wirtschaftsuniversität Wien im Auftrag von Amadeus. Die Studie untersucht die verwendeten Hotelbuchungskanäle von insgesamt 100 Unternehmen in Österreich.
91 Prozent der Unternehmen haben laut der erwähnten Studie vereinbarte Firmentarife mit Hotels. Davon betreffen 22 Prozent der Firmenraten die Accor Group Hotelkette, 16 Prozent die Austria Trend Hotels, je knapp 10 Prozent entfallen auf die NH und Hilton Hotel und weitere 5 Prozent jeweils auf die Hotels Mercure und Marriott. Die Studie zeigt außerdem, dass der Großteil der befragten Unternehmen (91%) über klar definierte Reiserichtlinien verfügen.
Montag, 30. März 2009
Österreich teuerstes Land der Euro-Zone
Reisende, die zwischen Oktober und Dezember 2008 in der Euro-Zone ein Hotel buchten, mussten in Österreich am tiefsten in die Tasche greifen. Mit einem durchschnittlichen Übernachtungspreis von 111 Euro pro Zimmer, setzte sich die Alpenrepublik an die Spitze aller Euro-Länder. Das ergab die Auswertung der von Hotelgästen tatsächlich gezahlten Hotelpreise aus 68.000 Hotels in 12.500 Destinationen weltweit für das vierte Quartal 2008, die im aktuellen Hotel Price Index von Hotels.com veröffentlicht wurde.
Obwohl die österreichische Hotellerie für das vierte Quartal einen Preisrückgang von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete, setzte sich das Land im Hotelpreisranking an die Spitze aller Länder der Euro-Zone und erreichte Platz Fünf in Gesamteuropa. Am meisten wurden die Hotelgäste in der Schweiz zur Kasse gebeten, mit einem durchschnittlichen Hotelzimmerpreis von 144 Euro pro Nacht das teuerste Land Europas. Dänemark besetzte während des Untersuchungszeitraums mit 126 Euro im Schnitt Platz Zwei, gefolgt von Norwegen (121 Euro) und Großbritannien (116 Euro).
Innerhalb Österreichs zeigte sich die deutlichste Veränderung in Innsbruck. Die Tiroler Landeshauptstadt verzeichnete den größten Preisrutsch um zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr, auf einen durchschnittlichen Übernachtungspreis von 113 Euro. Auch in Wien und Salzburg gingen die Raten für Hotelzimmer um sechs beziehungsweise drei Prozent zurück. Damit lag der durchschnittliche Zimmerpreis pro Nacht in beiden Städten bei 112 Euro.
Im weltweiten Vergleich lagen die Hotelzimmerpreise österreichischer Städte im moderaten Mittelfeld. Weltweit teuerstes Reiseziel zwischen Oktober und Dezember 2008 war, wie schon im Jahr zuvor, Moskau, mit einem durchschnittlichen Übernachtungspreis von 231 Euro. Es folgten Abu Dhabi (224 Euro), Dubai (202 Euro) und NewYork (187 Euro). Am unteren Ende der Skala platzierte sich die nördlichste Hauptstadt Europas, Reykjavik, mit lediglich 68 Euro pro Zimmer und Nacht.
Dienstag, 24. Februar 2009
Der Gast aus dem Web
Internet-Verkauf ist in der Hotelleriemittlerweile ein Muss. Eine neue Studie von Österreichischer Hoteliervereinigung (ÖHV), hotelleriesuisse und Hotelverband Deutschland (IHA) vergleicht die unzähligen Reiseplattformen und liefert Hoteliers ein Update über die Dos und Don‘ts im Online-Geschäft.
Die neue Webmarketingstudie gibt einen Überblick über die aktuellen Marktbedingungen und Anbieter am Online-Reisemarkt. Bei den Kosten schnitten kleinere Anbieter wie NetHotels.com mit Provisionsätzen von etwa 10 Prozent am besten ab. Bei den Marktführern wie hrs.de und booking.com sind um die 12 Prozent üblich. Professionellem Yield-Management kommen u. a. die Plattformen booking.com, venere.com und hotel.de besonders entgegen. Was das Suchmaschinenmarketing betrifft, gehören hrs.de, booking.com, tiscover.at sowie lastminute.com zu den Top-Anbietern. Dieser Punkt ist besonders wichtig, da bereits 85 Prozent aller Reisenden ihre Reiseziele über Suchmaschinen wie Google auswählen.
Gästebewertungen - Fluch oder Segen? Im Bereich Web 2.0 schnitten booking.com, hotel.de, hrs.de, tiscover.at, Expedia.com und venere.com besonders gut ab, da die Gäste auf diesen Plattformen u.a. auch Hotelbewertungen abgeben können. Solche Bewertungen stellen - bei richtigem Handling - eine gute Marketingchance dar. Damit Hoteliers und Gäste gleichermaßen von Hotelbewertungsportalen profitieren, müssen Mindest-Standards gewährleistet sein. Der Europäische Dachverband für Hotellerie und Gastronomie (HOTREC) hat unter Mitwirkung der ÖHV 10 Prinzipien zum Schutz vor ungerechtfertigten Bewertungen postuliert. Bei den Portalen Holidaycheck, Trivago oder Booking.com wurden bereits die meisten Prinzipien umgesetzt, die ÖHV evaluiert laufend. "Wir empfehlen, die Bewertungen regelmäßig zu kontrollieren, auf Kritik sofort zu reagieren und die Gäste zu positiven Kommentaren zu animieren", sagt ÖHV-Generalsekretär Thomas Reisenzahn.
Online am Ball bleiben - Umsatz steigern!
Die neue Webmarketingstudie gibt einen Überblick über die aktuellen Marktbedingungen und Anbieter am Online-Reisemarkt. Bei den Kosten schnitten kleinere Anbieter wie NetHotels.com mit Provisionsätzen von etwa 10 Prozent am besten ab. Bei den Marktführern wie hrs.de und booking.com sind um die 12 Prozent üblich. Professionellem Yield-Management kommen u. a. die Plattformen booking.com, venere.com und hotel.de besonders entgegen. Was das Suchmaschinenmarketing betrifft, gehören hrs.de, booking.com, tiscover.at sowie lastminute.com zu den Top-Anbietern. Dieser Punkt ist besonders wichtig, da bereits 85 Prozent aller Reisenden ihre Reiseziele über Suchmaschinen wie Google auswählen.
Gästebewertungen - Fluch oder Segen? Im Bereich Web 2.0 schnitten booking.com, hotel.de, hrs.de, tiscover.at, Expedia.com und venere.com besonders gut ab, da die Gäste auf diesen Plattformen u.a. auch Hotelbewertungen abgeben können. Solche Bewertungen stellen - bei richtigem Handling - eine gute Marketingchance dar. Damit Hoteliers und Gäste gleichermaßen von Hotelbewertungsportalen profitieren, müssen Mindest-Standards gewährleistet sein. Der Europäische Dachverband für Hotellerie und Gastronomie (HOTREC) hat unter Mitwirkung der ÖHV 10 Prinzipien zum Schutz vor ungerechtfertigten Bewertungen postuliert. Bei den Portalen Holidaycheck, Trivago oder Booking.com wurden bereits die meisten Prinzipien umgesetzt, die ÖHV evaluiert laufend. "Wir empfehlen, die Bewertungen regelmäßig zu kontrollieren, auf Kritik sofort zu reagieren und die Gäste zu positiven Kommentaren zu animieren", sagt ÖHV-Generalsekretär Thomas Reisenzahn.
Online am Ball bleiben - Umsatz steigern!
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